Deutschland: Stimmung der Industriebetriebe hellt sich etwas auf im November

Deutschland: Stimmung der Industriebetriebe hellt sich etwas auf im November

Dez 02, 2019

Die Stimmung der Industriebetriebe in Deutschland hat sich im November nach endgültigen Berechnungen zufolge aufgehellt.

Der entsprechende Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe erholte sich von 43,8 auf 44,1. Das ist der höchste Stand seit Juni. Von befragte Volkswirte hatten mit 43,8 gerechnet.

Phil Smith, Principal Economist bei IHS Markit kommentierte den Einkaufsmanagerindex wie folgt: "Das verarbeitende Gewerbe in Deutschland machte im November einen ersten Schritt in die richtige Richtung - der EMI kletterte auf ein 5-Monatshoch. Von einer Stabilisierung oder gar Wachstum ist die Branche allerdings noch weit entfernt."

Damit befindet sich die deutsche Industrie zwar noch immer deutlich im Kontraktionsbereich. Allerdings seien die Rückgänge bei Produktion, Neuaufträgen und Beschäftigung allesamt milder ausgefallen als in den Vormonaten, wie Markit mitteilte. Die Geschäftsaussichten seien sogar erstmals wieder positiv ausgefallen.

"Trotz dieses Hauchs von Optimismus bleiben die Hersteller vorerst im Sparmodus, wie die Meldungen von Überkapazitäten und Maßnahmen zur Kostenreduzierung zeigen“, so Smith weiter. Der Ökonom erwartet, dass die Industrie wohl auch im Schlussquartal einen "negativen Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten" wird.

Die Reaktion der Märkte

Der DAX weist ein Plus von 0,59 Prozent aus bei 13.315 Punkten und der S&P 500-Future steigt 0,37 Prozent.

Der EUR/USD stagniert bei 1,1016 Dollar, während die Zehnjahresrendite aus Deutschland erstmals seit Mitte November wieder oberhalb von -0,30 Prozent liegt.

Der Gold-Future verliert indes mehr als 10 Dollar.

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