In einer an marktrelevanten Ereignissen eher armen Woche dürften die Investoren fortfahren, die Folgen der steigenden Renditen auf US-Staatsanleihen zu beobachten, wenn am Dienstag an den US-Anleihemärkten der Handel wieder aufgenommen wird, da sie am Montag wegen des Kolumbustags geschlossen bleiben.
Sorgen über die steigenden Staatsschulden Italiens und Verwerfungen in den Schwellenländern werden im Fokus bleiben, als die Märkte weiter die gemischten US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag verdauen.
Das amerikanische Arbeitsministerium berichtete am Freitag, dass das Jobwachstum sich im September scharf abgebremst hat, wahrscheinlich wegen der Nachwirkungen von Wirbelsturm Florence, während gleichzeitig auch die Löhne langsamer gestiegen sind.
Die US-Wirtschaft schuf im vergangenen Monat 134.000 neue Arbeitsplätze und damit so wenig wie seit einem Jahr nicht mehr. Allerdings wurde der Wert für August von ursprünglich 201.000 auf 270.000 nach oben korrigiert.
Das jährliche Lohnwachstum kam auf 2,8% herein, nachdem es im August noch auf 2,9% gelegen hatte.
Während neue Arbeitsplätze langsamer geschaffen wurde, fiel die Arbeitslosenquote mit 3,7% in die Nähe ihres niedrigsten Stands in 49 Jahren, nachdem sie im August noch 3,9% betragen hatte.
Der Report hat kaum etwas an den Erwartungen geändert, dass die Federal Reserve an ihren Plänen für weitere Zinserhöhungen im Dezember und darüber hinaus festhalten wird.
Der Dollar rutschte auf den Report nach unten und der US-Dollarindex, der die Stärke der amerikanischen Währung gegenüber einem gewichteten Korb aus sechs anderen Leitwährungen abbildet, lag im späten Handel 0,13% tiefer auf 95,31. Über die Woche ist der Index um 0,6% gestiegen und damit das zweite Mal in Folge.
Botschaften aus der Fed für eine Verknappung des Geldes und gute US-Konjunkturberichte haben der US-Währung in den letzten Wochen den Rücken gestärkt.
Der Dollar lag am Freitagabend gegenüber dem Yen etwas tiefer. Der USD/JPY Kurs sank um 0,15% auf 113,72 und beendete die Woche damit fast unverändert.
Der Euro stieg marginal an, mit dem EUR/USD Kurs auf 1,1523, womit er nicht weit von seinem Sechswochentief vom Donnerstag von 1,1462 entfernt lag. Über die Woche hat die Gemeinschaftswährung 0,73% eingebüßt.
Der Euro wurde von Sorgen nach unten gedrückt, dass die Ausgabenpläne der italienischen Regierung eine weitere Schuldenkrise des Landes auslösen könnte.
Unterdessen ist das Pfund stark gestiegen, als der GBP/USD Kurs um 0,74% auf 1,3117 schoss, nachdem es Berichte gegeben hatte, denen nach Quellen aus der EU behauptet hatten, ein Brexit-Abkommen sei in unmittelbarer Reichweite.
Das Pfund machte auch gegenüber dem Euro an Boden gut, mit dem EUR/GBP Kurs am Freitagabend.um 0,71% tiefer auf 0,8778.
Vor Beginn der kommenden Woche hat eine Liste wichtiger Ereignisse zusammengestellt, die die Märkte beeinflussen könnten.
Montag, der 8. Oktober
Die Finanzmärkte in Japan bleiben wegen eines Feiertages geschlossen.
Die Märkte in Kanada bleiben wegen des Feiertags zu Thanksgiving geschlossen.
In den USA wird an den Aktienbörsen gehandelt werden, aber der Anleihemarkt bleibt am Kolumbustag geschlossen.
Dienstag, der 9. Oktober
Aus Australien kommen Zahlen zum Geschäftsklima herein.
Mittwoch, der 10. Oktober
Der Präsident der New York Fed William Dudley wird in Bali eine Rede halten.
In Großbritannien erscheint der monatliche Bericht zum BIP, zusammen mit Daten zum verarbeitenden Gewerbe und der Industrieproduktion.
In den Vereinigten Staaten erscheint ein Report zur Erzeugerpreisinflation.
Donnerstag, der 11. Oktober
Die Europäische Zentralbank publiziert das Protokoll ihrer letzten geldpolitischen Sitzung.
Aus den USA gibt es Berichte zu den Verbraucherpreisen und den Erstanträgen auf Arbeitslosengeld.
Freitag, der 12. Oktober
Aus China gibt es die neuesten Daten zum Außenhandel.
Die USA runden die Woche mit vorläufigen Zahlen zum Konsumklima ab.
