Der DAX hat zur Wochenmitte seine Vortageserholung trotz negativer Vorzeichen in Asien zunächst fortgesetzt. Die Hoffnung auf neue Konjunkturimpulse seitens der Zentralbanken und Regierungen zur Bekämpfung der Corona-Krise geben dem deutschen Aktienbarometer weiter Auftrieb. Sorgen vor einer zweiten Corona-Infektionswelle sowie wachsenden geopolitischen Spannungen wurden von den Anlegern ausgeblendet. So hat Peking nach dem Virusausbruch auf einem Großmarkt seine Schutzmaßnahmen verschärft, während es in den USA eine wachsende Zahl an Neuinfektionen in den US-Bundesstaaten gibt.
Auf dem Wirtschaftskalender stehen heute einige Konjunkturdaten, die Kursbewegung auslösen könnten. Um 11 Uhr werden die Verbraucherpreise aus der EU veröffentlicht. Danach rücken am Nachmittag aktuelle Daten vom US-Immobilienmarkt in den Fokus. Später am Tag spricht Jerome Powell vor dem US-Finanzausschuss. Es folgt eine Rede von Loretta Mester um 22 Uhr.
Abgesehen von neuen Wirtschaftsdaten könnten die Anleger sich bereits auf den großen Verfall am Freitag vorbereiten.
In der ersten Handelsstunde notierte der DAX 0,64 Prozent höher bei 12.394 Punkten. Das Tageshoch liegt bislang bei 12.426,54 Punkten und das Tagestief bei 12.290,40 Punkten.
Der MDAX der mittelgroßen Werte gewann 0,65 Prozent auf 26.226,75 Punkte. Der EURO STOXX 50 stieg um rund 0,70 Prozent.
Das DAX-Chartbild bleibt derweil unverändert freundlich. Der trendfolgende MACD steht hoch, gibt aber noch keine Umkehrsignale. Das Gleiche gilt für den RSI-Indikator. Damit das auch so bleibt, bedarf es einer nachhaltigen Stabilisierung oberhalb der Schlüsselunterstützung aus der Glättung der letzten 200 Tage- und Wochen-Linie bei 12.147 bis 12.054 Punkten. Widerstände befinden sich bei 12.455 Punkten, 12.595 Punkten und 12.757 Punkten.
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