Britisches Pfund unter Druck - Analyst sieht weiteres Abwärtspotenzial

Britisches Pfund unter Druck - Analyst sieht weiteres Abwärtspotenzial

Sep 03, 2019

Das Brexit-Drama spitzt sich mit der Rückkehr des Parlaments aus der Sommerpause wieder zu. Johnson plant Neuwahlen am 14. Oktober, wenn das Parlament seine Brexit-Strategie ablehnt. Die Opposition will dagegen einen Chaos-Brexit am 31. Oktober abwenden und plant eine Notfalldebatte, um einen ungeordneten Austritt aus der EU um drei Monate zu verzögern.

Die hohe Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Brexit beförderte das Pfund-Sterling erstmals seit Oktober 2016 unter die psychologisch bedeutende Marke von 1,20 Dollar. Karen Jones, Technische Analystin bei der Commerzbank (DE:CBKG), prophezeite in einer Notiz, dass das Cable sogar noch sehr viel tiefer fallen könnte.

"Der GBP/USD hat die GLättung der letzten 20 Tage erodiert und steht erneut unter Druck", erklärte sie. Im Falle eines nachhaltigen Kursrutsches unter 1,1988 Dollar, drohen dem Paar weitere Verluste in Richtung des Tiefs vom Oktober 2016 bei 1,1491 Dollar.

Von einer charttechnischen Aufhellung könne erst gesprochen werden, wenn der GBP/USD die 55-Tage-Linie bei 1,2357 Dollar überspringe. "Diese Kursmarke gilt als Übergang auf die Junihochs bei 1,2784 Dollar. Rallies sollten allerdings in der Nähe der Glättung der letzten 20 Tage bei 1,2142 auf Widerstand stoßen", so Jones weiter.

Um dagegen einen nachhaltigen Trendwechsel herbeizuführen, sei es notwendig, das Junihoch bei 1,2784 Dollar zu überspringen. "Das ist aber nicht unser Basisszenario", erklärte die Technische Analystin von der Commerzbank.

Registrieren Sie sich bei Libertex!

Üben Sie kostenlos auf einem Demokonto mit 50.000 Euro

REGISTRIEREN
oder starten Sie jetzt den Handel mit Echtgeld