Die europäische Kommission hat ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in der Eurozone für das kommende Jahr um 0,1 Prozent auf 1,4 Prozent gesenkt. Auch die Inflationsprognose für das Jahr 2020 wurde von 1,4 auf 1,3 Prozent gesenkt.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland dürfte 2020 nur noch um 1,4 Prozent statt der bislang erwarteten 1,5 Prozent zulegen, hieß es in den am Mittwoch veröffentlichten Projektionen der EU-Kommission.
Auch die BIP-Prognose 2020 für Frankreich wurde um 0,1 Prozent auf 1,4 Prozent herabgesetzt.
Für das laufende Jahr beließ die EU-Kommission ihre Projektionen unverändert.
Als Grund nannte die Kommission die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Handel. "Die für Ende des Jahres erwartete Erholung wirkt nun schwächer, da der globale Produktionszyklus noch nicht den Tiefpunkt erreicht hat und die Aussichten für Handel und Investitionen weiterhin von Protektionismus und Unsicherheit getrübt sind. Dies verstärkt die Besorgnis über die mittelfristigen Aussichten in China und die jüngste Verschärfung der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten."
Ein No-Deal-Brexit nannte die EU-Kommission als größtes Risiko für die Eurozone.
Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) bald ihre Geldpolitik weiter lockert.
Brexit, Handel und Geopolitik: EU-Kommission senkt Wachstumsprognosen
Jul 10, 2019
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