Berichte lassen an Handelsdeal zweifeln: Goldpreis erholt sich

Berichte lassen an Handelsdeal zweifeln: Goldpreis erholt sich

Nov 18, 2019

Die Goldpreise fielen am Montag zunächst, bevor sie sich als Reaktion auf einen Bericht, wonach China im Hinblick auf die Chancen eines baldigen Abschlusses eines Handelsabkommens mit den USA pessimistisch ist.

CNBC zitierte eine chinesische Quelle, dass Peking in nächster Zeit keine weiteren Zugeständnisse bei den Gesprächen machen und lieber abwarten wolle, wie das Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump läuft.

Wenn dies stimmen, würde dies die Chancen des Phase-1-Deals verringern, über den beide Seiten öffentlich geredet haben, der jedoch wiederholt verschoben wurde, weil es Berichten nach Unterschiede bei Themenfeldern gab, die von Zöllen bis hin zum Schutz des geistigen Eigentums reichen.

Um 15;55 MEZ wurden US-Gold-Futures an der Terminbörse Comex zu 1.470,25 USD je Feinunze gehandelt, ein Plus von über 1% gegenüber dem Tagestief von 1.456,65 USD unmittelbar vor den Nachrichten und ein Plus von 0,1% gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag in den USA. Spot-Gold verteuerte sich um 0,2% auf 1.469,95 USD.

Die Renditen von US-Staatsanleihen fielen auf die Meldungen ebenfalls um 2 bis 3 Basispunkte entlang der gesamten Zinsstrukturkurve.

Silber-Futures erholten sich ebenfalls auf 16,94 die Feinunze und konnten ihre Tagesverluste damit eindämmen, während Platin-Futures um 0,1% auf 893,60 USD zurückgingen.

Gold war in den letzten Tagen richtungslos gewesen, als die optimistische Diskussion über die Handelsgespräche - die normalerweise für krisensichere Anlagen bärisch ist - um die Aufmerksamkeit des Marktes mit dem immer noch intakten, globalen Trend zu niedrigeren Zinssätzen konkurrierte.

Die Unsicherheiten über die weitere Richtung wurden zuvor am Montag in Europa deutlich: Der Vizepräsident der Europäischen Zentralbank, Luis de Guindos, und Chefökonom Philip Lane diskutierten die Möglichkeiten für künftige Anreize, während die deutsche Bundesbank betonte, dass die Lage in der größten Volkswirtschaft der Eurozone wahrscheinlich die Talsohle durchschritten habe. In ihrem Monatsbericht schrieb sie, es gebe "keinen Grund zu befürchten“, dass die größte Volkswirtschaft der Eurozone in eine Rezession abrutschen werde.

Die unklare Lage spiegelte sich auch im wöchentlichen Commitments of Traders Bericht zu den Positionen der institutionellen Anleger der Commodity Futures Trading Commission vom Freitag wieder, sagte World Gold Council Stratege John Reade.

Reade stellte auf Twitter fest, dass “Net Managed Money Longs in der Woche zum letzten Dienstag fielen, aber der Grund dafür waren Liquidationen von Long-Positionen, keine neuen Shorts.“ Gleichzeitig stieg jedoch das offene Interesse im Kontrakt.

Die Netto-Long-Positionen in Gold bleiben trotz des Rückgangs in der vergangenen Woche nahe ihren jüngsten Höchstständen. Net Longs in Silver hingegen fielen letzte Woche auf das niedrigste Niveau seit August, auf den Ausbruch der handelsbezogenen Begeisterung hin, der die Rallye in Risikowerten in der vergangenen Woche befeuert hatte.

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