Die wirtschaftliche Aktivität erhöhte sich in fast allen Distrikten, blieb jedoch deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau, wie aus dem Konjunkturbericht Beige Book der Federal Reserve hervorgeht. Die Aussichten für die US-Wirtschaft bleibt den Geschäftskontakten zufolge höchst unsicher. Es sei unklar, wie lange die Krise andauern werde, hieß es in dem Bericht.
Die Beschäftigung habe zwar zugenommen. Gleichzeitig sei aber auch überall in den USA von neuen Stellenstreichungen die Rede gewesen. Und Unternehmen, die mit Hilfe des Paycheck Protection Program der Regierung Arbeitnehmer weiter beschäftigt hätten, sagten, die Stärke der Wirtschaft werde darüber entscheiden, ob sie betriebsbedingte Kündigungen umgehen könnten.
Die Verbraucherausgaben profitierten von einer Erholung bei den Fahrzeugverkäufen und Modernisierungsarbeiten. Das verarbeitende Gewerbe entwickelte sich freundlich, aber von einer sehr niedrigen Basis aus. Die Nachfrage nach Serviceleistungen sei ausgesprochen schwach.
Insgesamt stimmte das Beige Book im Juni optimistischer als das im Mai, aber man hatte nicht das Gefühl, dass die Wirtschaft bereits über den Berg ist.

