Das von der Federal Reserve Bank of Atlanta erstellte GDPNow-Prognosemodell taxiert das US-Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal 2020 (saisonbereinigte Jahresrate) auf -34,5 Prozent, nach -35,5 Prozent in der Woche zuvor.
Sowohl die Prognosen für die realen Konsumausgaben als auch die Prognosen für die realen Staatsausgaben hätten sich in der Folge der jüngsten Konjunkturdaten von -34 Prozent bzw. 9,2 Prozent auf -32,5 Prozent bzw. -8,7 Prozent erhöht. Die Prognose für das reale Wachstum der privaten Inlandsinvestitionen hätte sich dagegen von -53,2 Prozent auf -53,9 Prozent abgeschwächt, teilte die Atlanta Fed am Donnerstag mit.
Am vergangenen Freitag publizierte bereits die Federal Bank of New York ihren Nowcast für das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal. Im Vergleich zum Vorquartal sei den Prognostikern zufolge die US-Wirtschaft um 15,3 Prozent geschrumpft. Im dritten Quartal taxiert das Modell das BIP im Vergleich zum Vorquartal auf +10,09 Prozent.
Zum Jahresauftakt fiel das US-Bruttoinlandsprodukt mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 5,0 Prozent, wie das US-Handelsministerium am Donnerstagnachmittag mitteilte. Es ist der stärkste Einbruch seit der globalen Finanzkrise.

