Von Noreen Burke
Die US-Aktien dürften am Donnerstag etwas niedriger eröffnen, da Berichte über die Ausbreitung des Coronavirus über China hinaus, die Stimmung der Anleger eintrüben, nachdem zwei der wichtigsten Indizes an der Wall Street einen Schlusskurs auf neuen Rekordhochs erzielten.
Um 12:45 Uhr gingen die Futures für den S&P 500 um 0,1% zurück, während die Futures für den Nasdaq und den Dow Jones um einen ähnlichen Wert gefallen waren.
China gab einen deutlichen Rückgang der Zahl neuer Virusinfektionen bekannt, und die Zentralbank des Landes senkte den Leitzins inmitten der laufenden Bemühungen, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Epidemie auszugleichen.
Doch Südkorea verzeichnete einen Anstieg der neuen Infektionen, Japan meldete zwei Todesfälle, und neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass sich das Virus leichter als bisher angenommen verbreiten könnte, was die Investoren beunruhigt.
Der S&P 500 und der Nasdaq stiegen am Mittwoch auf Rekord-Schlussstände, da die Hoffnung auf zusätzliche geldpolitische Impulse durch China, die Bedenken über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Virus in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt gemildert hatte.
Das am Mittwoch veröffentlichte Januar Fed Sitzungsprotokoll zeigte, dass die politischen Entscheidungsträger vorsichtig optimistisch waren, die Zinssätze in diesem Jahr stabil zu halten, während sie gleichzeitig die neuen Risiken des Virusausbruchs bestätigten.
Um 14:30 Uhr werden die Erstanträge auf Arbeitslosenansprüche, zusammen mit dem Philly Fed Manufacturing Index veröffentlicht, gefolgt vom CB Leading Index um 16 Uhr.
Auf den Devisenmärkten blieb der Dollar weitgehend stärker. Gegenüber einem Korb von Währungen stieg der Dollar auf den höchsten Stand seit Mai 2017, während der starke Rückgang des Yen seinen Status als sichere Anlage zumindest vorübergehend in Frage stellte.
Der Dollar ist in dieser Woche gegenüber dem Yen um mehr als 2% gestiegen und er hat damit den höchsten Stand seit fast 10 Monaten erreicht, während er gegenüber dem Euro auf das Dreijahreshochs geklettert war.
Der Yen wurde durch die Besorgnis über die wachsende Zahl von Coronavirus-Fällen in Japan, vor dem Hintergrund einer sich verlangsamenden Wirtschaft, unter Druck gesetzt.
Währenddessen hielten die Ölpreise an ihren Gewinnen fest, da Brent auf fast 60 $ pro Barrel anstieg und Gold blieb mit etwa 1.614 $ pro Unze in der Nähe des 7-Jahreshoch.
- Reuters hat zu diesem Bericht beigetragen

