Aktien - US-Futures höher zum Auftakt einer wichtigen Woche für Daten und Firmen

Aktien - US-Futures höher zum Auftakt einer wichtigen Woche für Daten und Firmen

Apr 30, 2018

Investing.com - US-Aktienindexfutures deuten für Montag leicht höhere Eröffnungskurse an, als die Investoren sich auf eine an Konjunkturdaten und Unternehmensergebnissen gut gefüllte Woche vorbereiten.

Der Bluechip Dow Futures gewann bis 12:50 MEZ um 99 Punkte oder 0,40% hinzu, der S&P 500 Futures legte um 9 Punkte oder 0,33% zu, während es mit dem technologielastigen Nasdaq 100 Futures um 34 Punkte oder 0,50% nach oben ging.

Nachdem die Wall Street die letzte Woche unverändert oder tiefer beendet hatte - der S&P 500 schloss den Handel kaum verändert ab, während Dow und Nasdaq 0,6% bzw. 0,4% verloren - scheinen die Händler gut in den Montag starten zu wollen.

Die beiden Schlüsselereignisse auf dem Wirtschaftskalender dieser Woche werden die geldpolitische Entscheidung der Fed sein, die am Mittwoch bekanntgegeben werden wird, zusammen mit der Veröffentlichung des monatlichen US-Beschäftigungsreport, der am Freitag erscheint.

Von der Fed wird nicht erwartet, dass sie an den Zinssätzen Veränderungen vornimmt, aber die Marktteilnehmer werden das Statement der Bank auf jegliche Hinweise auf den laufenden geldpolitischen Ausblick der Zentralbank durchkämmen. Die Märkte preisen derzeit eine nächste Zinserhöhung für die Sitzung im Juni ein, mit einer weiteren im September. Ein dritter Zinsschritt im Dezember wird derzeit 50/50 gesehen.

Beim Beschäftigungsreport sagt die Konsensusvorhersage 185.000 neue Arbeitsplätze voraus, nach einem Zuwachs um 103.000 im März, während die Arbeitslosenquote auf 4,0% absinken soll, von 4,1% im Vormonat.

Allerdings wird wahrscheinlich dem durchschnittlichen Stundenlohn die größte Aufmerksamkeit zuteilwerden, der den Erwartungen nach um 0,2% steigen soll, nachdem er im Vormonat um 0,3% zugenommen hatte. Im Jahresvergleich sollen die Löhne der Prognose nach 2,7% höher liegen, genau wie im März.

Vor diesen beiden wichtigsten Terminen der Woche werden die Investoren wahrscheinlich ihren Fokus auf die am Montag erscheinenden Daten zu den Privateinkommen und -ausgaben legen, die auch die Inflation der persönlichen Konsumausgaben (core personal consumption expenditures, PCE) beinhalten, die das von der Fed bevorzugte Maß für die Inflation ist.

Weiterhin erscheint am Montag der Chicago Einkaufsmanagerindex für April und die sich in Schwebe befindlichen Wohnungsverkäufe vom März, die um 15:34 MEZ bzw. 12:00 MEZ herauskommen werden.

Während auf die Berichte gewartet wird, hat der Dollar am Montag seinen Aufwärtstrend gegenüber den anderen Leitwährungen fortgesetzt. Der Dollarindex kletterte in der letzten Woche um 1,37% nach oben, angetrieben von steigenden US-Anleiherenditen und der Aussicht, dass die Federal Reserve in diesem Jahr bei den Zinserhöhungen ein höheres Tempo vorlegen könnte.

Unterdessen ging es mit Gold am Montag abwärts, da ein festerer Dollar die Nachfrage aus dem Ausland gedämpft hat und sich die internationale Lage weiter entspannte, was die Attraktivität des Edelmetalls als sicherer Anlage verminderte. Der Sprecher des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in sagte am Sonntag, dass Nordkorea im Mai sein wichtigstes Testgelände für Nukleartests stilllegen werde. Die Nachricht kam, nachdem der Führer Nordkoreas Kim Jong-un bei einer Sitzung mit Moon am Freitag die “vollständige Denuklearisierung” versprochen hatte.

Bei den Quartalsberichten gehören McDonald’s (NYSE:MCD) und Loews (NYSE:L) zu einer Handvoll von Firmen, die am Montag Zahlen vorlegen werden. Die Woche wird geschäftig werden, als 145 Unternehmen im S&P 500 ihre Quartalsergebnisse herausgeben werden, wobei Apple (NASDAQ:AAPL) allerdings wahrscheinlich den Rest verblassen lassen wird, wenn es am Dienstag nach der Schlussglocke sein Ergebnis präsentiert. Der Kurs des iPhone-Hersteller war in den letzten Wochen unter die Räder geraten, da es Sorgen über nachlassende Smartphone-Verkäufe gibt, sodass die Aktie nunmehr 4% unter ihrem Kurs vom Jahresanfang liegt und mehr als 10% unter ihrem Allzeithoch.

Zu Fusionen und Übernahmen, wo Sprint und T-Mobile formal eine Fusion bekanntgegeben haben. Die komplett in Aktien ausgeführte Transaktion taxiert den Wert von Sprint auf etwa 59 Mrd USD und den des fusionierten Konzerns auf ungefähr 146 Mrd USD.

Anteile von Sprint (NYSE:S) brachen am Montag vorbörslich um etwa 11% ein, während die T-Mobile (NASDAQ:TMUS) Aktie rund 1% abgab.

In Großbritannien haben Walmarts (NYSE:WMT) britische Tochter Asda und Sainsbury’s (LON:SBRY) ihre Fusion mit einem Wert von 15 Mrd Pfund (20,6 Mrd USD) bestätigt, womit die nach Marktanteilen größte Supermarktkette auf der Insel entstehen würde, größer als der gegenwärtige Marktführer Tesco (LON:TSCO). Der Verkauf von Asda markiert das Ende des operativen Geschäfts von Walmarts im Vereinigten Königreich, aber der US-Einzelhandelsgigant wird einen 42 prozentigen Anteil am neuen Unternehmen besitzen.

An den großen Börsen Europas gab es kleinere Gewinne, als die Unternehmen starke Zahlen vorlegten.

Zuvor hatten die meisten Märkte in Asien den Handel höher beendet. Der Handel war aber verhalten, da in Japan und China ein Feiertag ist.

Und zu guter Letzt der Rohstoffmarkt, wo der Ölpreis am Montag rund 1% abgesackt ist, als die Händler auf einen nochmaligen Anstieg der Bohraktivität in den USA reagierten. Die US-Ölfirmen haben in der Woche zum 27. April fünf weitere Bohrplattformen in Betrieb genommen, was deren Gesamtzahl auf 825 bringt, berichtete der Energiedienstleister Baker Hughes in seinem genau verfolgten Bericht am Freitag.

Es handelt sich um die höchste Anzahl seit März 2015, die den Sorgen, dass die wachsende Produktion in den USA die Anstrengungen der Opec zum Abbau der weltweiten Überschüsse zunichte machen könnte.

Die US-Rohölfutures sind um 12:51 MEZ um 1,12% auf 67,34 USD gefallen, während Öl der Sorte Brent sich um 1,04% auf 73,02 USD verbilligt hat.

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