Aktien: US-Futures erneut mit Limit Down

Aktien: US-Futures erneut mit Limit Down

Mär 18, 2020

Von Peter Nurse

Nach der gestrigen Zwischenerholung zeigt die vorbörsliche Indikation der US-Aktienfutures am Mittwoch erneut nach unten, weil die Anleger befürchten, dass das vorgeschlagene Konjunkturpaket nicht ausreichen wird, um den schweren wirtschaftlichen Schaden durch das Coronavirus zu begrenzen.

Um 12:05 Uhr wurden die Futures auf den S&P 500 um 92 Punkte oder 3,7% niedriger gehandelt, während der Nasdaq um 330 Punkte oder 4,5% fiel. Für die Dow Jones Futures ging es um 833 Punkte oder 4% abwärts. Der Futures Handel wurden im Rahmen der limit down-Regel unterbrochen, was darauf hindeutet, dass die Kassamärkte mit noch größeren prozentualen Verlusten eröffnen könnten.

Die Wall Street schloss am Dienstag mit kräftigen Gewinnen, nachdem die Trump-Regierung ein 1,2 Billionen Dollar schweres Konjunkturpaket angekündigt hatte, welches den Amerikanern innerhalb von zwei Wochen Bargeld liefern sowie Fluggesellschaften und andere Unternehmen unterstützen sollte.

Um diesen Deal jedoch an den skeptischen republikanischen Senatoren vorbeizubekommen, warnte US-Finanzminister Steven Mnuchin, dass die Arbeitslosenquote des Landes 20% erreichen könnte, wenn sie nicht auf dieses Rettungspaket reagieren und es zu dauerhaften wirtschaftlichen Schäden kommt.

Immer mehr Ökonomen, darunter auch die der größten Banken der Wall Street, erklärten, dass der Ausbruch bereits eine globale Rezession ausgelöst hat. Goldman Sachs (NYSE:GS) prognostizierte beispielsweise in einer Notiz am Sonntag, dass die US-Wirtschaft im zweiten Quartal um 5% schrumpfen wird, nachdem das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in den ersten drei Monaten des Jahres um 0% gestiegen ist.

Boeing (NYSE:BA) steht im Rampenlicht, nachdem der Luft- und Raumfahrthersteller am späten Dienstag um mindestens 60 Milliarden Dollar Bundeshilfe, zur Unterstützung der Branche, gebeten hat.

Die Aktien von Tesla (NASDAQ:{TSLA) fielen am Dienstag nach Börsenschluss um mehr als 5%, nachdem angekündigt worden war, dass die Fabrik in Fremont, Kalifornien, nur "minimale Grundfunktionen" aufrechterhalten dürfe, da Behörden die Unternehmung zu einem nicht essentiellen Geschäft erklärt hätten, welches im Rahmen der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen werden muss.

Der Wirtschaftskalender hat am Mittwoch nicht viel zu bieten, weshalb der Fokus auf die offiziellen wöchentlichen Rohöllagerbestände der EIA um 15:30 Uhr gerichtet ist, nachdem das American Petroleum Institute am Dienstag einen überraschenden Rückgang der Rohöllagerbestände von 421.000 Barrel für die Woche bis zum 13. März geschätzt hat.

Die Ölpreise fielen am Mittwoch weiter, so dass die US-Rohöl-Futures auf das 17-Jahrestief einbrachen, da die durch die Coronavirus-Epidemie ausgelöste Reise- und Bewegungsbeschränkungen die Aussichten für die Nachfrage beeinträchtigte.

Um 12:10 Uhr wurde das US-Rohöl der Sorte WTI 5,6% niedriger bei 25,80 Dollar pro Barrel gehandelt, nachdem es zuvor auf 25,51 Dollar gefallen war, den niedrigsten Stand seit Mai 2003. Die Nordseesorte Brent fiel um 3,5% auf 27,74 Dollar.

Zusätzlich verbilligte sich der Gold-Futures um 1,8% auf 1.497,70 Dollar/oz, während der Euro bei 1,0990 Dollar handelte, was einem Rückgang von 0,1% entspricht.

Hinweis: Hier geht es zur Seite mit den Futures-Kursen, hier zum Dow Jones-Chart, hier zur technischen Dow Jones-Übersichtsseite und hier zu den Dow Jones-Einzelwerten. Die wichtigsten Wirtschaftsereignisse des Tages finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

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