Aktien: Dax vor US-Arbeitsmarktbericht weitgehend unverändert

Aktien: Dax vor US-Arbeitsmarktbericht weitgehend unverändert

Okt 04, 2019

Vor den wichtigen US-Arbeitsmarktdaten, die um 14.30 Uhr auf der Agenda stehen, hat sich der DAX kaum vom Fleck bewegt

Der Dax ist um 5,29 Punkte oder 0,05 Prozent auf 11.931 Zähler gestiegen.

Neben den Handelsgesprächen zwischen den USA und China, die nächste Woche beginnen werden, warten Anleger vor allem auf die US-Arbeitsmarktdaten. Nach den in dieser Woche schwachen Berichte aus dem US-Industrie- und Dienstleistungssektor dürfte der Datensatz ein wichtiger Orientierungspunkt für die Marktteilnehmer darstellen.

Von befragte Volkswirte erwarten ein Stellenplus von 140.000 im September. Von den Frühindikatoren kommen aber keine positiven Signale. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung steigt seit Mitte September kontinuierlich an. Die am Dienstag veröffentlichte ISM-Umfrage für das verarbeitende Gewerbe ergab, dass 46,3 Prozent der Unternehmen neue Mitarbeiter einstellen, was auf einen branchenweiten Rückgang hindeutet. Auch der Rückgang der Beschäftigungskomponente bei den Dienstleistern auf 50,4 Prozent hat Sorgen vor einem schwächeren Stellenaufbau im September genährt.

Sollten die Zahlen des offiziellen Stellenberichts schlechter ausfallen als erwartet, würde dies die Furcht vor einer Rezession in den USA erhöhen. Das dürfte die Federal Reserve in drei Wochen zum erneuten Handeln zwingen.

"Während die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft tendenziell unbeständig ist, sehen die Beschäftigungsindizes beim Markit PMI und bei den ISM-Berichten nicht sonderlich ermutigend aus und signalisieren sogar, dass das Beschäftigungswachstum noch niedriger ausfallen könnte als unsere Erwartung von 100.000. Dies dürfte die Wetten auf eine Zinssenkung der Fed verstärken", sagte die Danske Bank (CSE:DANSKE) in einer Notiz.

Die Anleger sehen bereits heute eine Wahrscheinlichkeit von knapp 90 Prozent für einen Zinsschritt der US-Notenbank Ende Oktober und setzen auf eine weitere Senkung im Dezember, wie aus dem von entwickelten FedWatch-Tool hervorgeht.

Nach den US-Arbeitsmarktdaten wird sich noch Fed-Chef Powell äußern. Die Erwartungen an diese Rede sollten allerdings nicht zu hoch angesetzt werden, so die Danske Bank. "Powell wird nur einige einleitende Worte bei der Fed-Listen abgeben, so dass unsere Erwartungen nicht hoch sind, dass er neue geldpolitische Signale preisgibt."

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