Um 15 Uhr wird das Institute for Supply Management (ISM) den Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie vorlegen.
Volkswirte erwarten per Berichtsmonat Oktober eine leichte Erholung auf 48,9, nach 47,8 im September.
Gestern wurden bereits schwache Zahlen in den Bundesstaaten Illinois, Indiana und Michigan veröffentlicht. Der Chicago-Einkaufsmanagerindex sank im Oktober mit 43,2 auf den tiefsten Stand seit Dezember 2015. Der Index bewegt sich in der Regel in die gleiche Richtung wie der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe, der einen Tag später veröffentlichte wird.
Was ist der ISM Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe?
Der vom Institut for Supply Management erhobene Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe misst die Lage in der US-amerikanischen Industrie. An den Finanzmärkten gilt diese Befragung von Einkaufsleitern und Firmenchefs als einer der einflussreichsten Wirtschaftsindikatoren, weil sie die Wirtschaftsentwicklung eines Landes zu einem frühen Zeitpunkt aus mehreren Winkeln abbildet. Der Index enthält Informationen zur Geschäfts-, Beschäftigungs-, Auftrags-, Lagerbestands- und Preisentwicklung in der Industrie.
Was sagen die Indexwerte im ISM Einkaufsmanagerindex über die Geschäftsentwicklung im verarbeitenden Gewerbe aus?
Indexwerte über 50 signalisieren eine positive Geschäftsentwicklung im verarbeitenden Gewerbe im Vergleich zum Vormonat, während bei einem Fall unter 50 mit einer negativen Geschäftsentwicklung zu rechnen ist.
Welche Auswirkungen kann der Index auf den Devisenmarkt haben?
Wenn der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe höher als erwartet ausfällt, führt das auf den Devisenmärkten in der Regel zu einem steigenden Kurs des US-Dollar (USD). Umgekehrt sinkt der Kurs des US-Dollar (USD), wenn die Analystenschätzungen deutlich verfehlt werden

